Die Schlagzeilen der letzten Monate zeichnen ein klares Bild: Organisationen bauen Stellen ab, Investitionen werden zurückgestellt, ganze Abteilungen verschwinden. Kündigungswellen sind längst nicht mehr auf einzelne Branchen beschränkt, sondern ziehen sich durch Industrie, Bau, Detailhandel und zunehmend auch durch die Tech-Welt. Gleichzeitig gibt es einen Bereich, der von dieser Entwicklung auffallend wenig betroffen ist: der öffentliche Sektor. Während die Privatwirtschaft unter Druck steht, wächst die Verwaltung weiter und wird für viele Arbeitnehmende attraktiver denn je.
Wirtschaftliche Abkühlung trifft vor allem die Privatwirtschaft
Die Schweizer Wirtschaft steht unter Druck. In vielen privatwirtschaftlichen Branchen werden Stellen abgebaut, Budgets gekürzt und Neueinstellungen aufgeschoben. Für Arbeitnehmende bedeutet das vor allem eines: weniger Planbarkeit. Projekte werden gestoppt, Rollen neu definiert und Teams verkleinert. Jobsicherheit ist in der Privatwirtschaft derzeit keine Selbstverständlichkeit.
Ganz anders präsentiert sich die Lage bei Bund, Kantonen, Gemeinden und staatsnahen Betrieben. Hier sind grossflächige Entlassungen die Ausnahme. Im Gegenteil: In vielen Bereichen entstehen neue Stellen, etwa in der Verwaltung, im Bildungswesen, im Gesundheits- und Sozialbereich oder bei Infrastrukturbetrieben.
Der Hauptgrund liegt in der Finanzierungslogik. Sinnstiftende Arbeitgeber*innen sind nicht direkt von kurzfristigen Marktschwankungen abhängig. Ihre Aufgaben orientieren sich an gesetzlich definierten Leistungen und am Bedarf der Bevölkerung: Bildung, Sicherheit, Gesundheitsversorgung, soziale Dienstleistungen, Mobilität oder Energieversorgung. Diese Aufgaben verschwinden nicht in konjunkturell schwierigen Zeiten – oft wachsen sie sogar.
Hinzu kommt eine langfristige Planungskultur. Budgets, Personalbedarf und Projekte werden über Jahre hinweg geplant. Anpassungen erfolgen langsamer, aber stabiler. Das schützt Arbeitsplätze und sorgt für Kontinuität, gerade in Phasen wirtschaftlicher Unsicherheit.
Diese Unterschiede bleiben nicht ohne Folgen für den Arbeitsmarkt. Während in der Privatwirtschaft Unsicherheit und Zurückhaltung dominieren, verschiebt sich die Nachfrage nach stabilen Stellen spürbar. Der sinnstiftende Sektor profitiert dabei weniger von aktiver Werbung als von der aktuellen Lage selbst.
Für Arbeitnehmende wird der Sektorvergleich konkreter. Nicht nur aus Ideologie, sondern aus Risikoabwägung. Wer heute plant, einen Job zu wechseln oder sich neu zu orientieren, stellt andere Fragen als noch vor wenigen Jahren: Wie stabil ist der/die Arbeitgeber*in? Wie verlässlich sind Finanzierung und Auftrag? Wie gut lassen sich berufliche Entscheidungen planen?
Was sinnstiftende Arbeitgeber*innen konkret bieten
Neben der inhaltlichen Ausrichtung unterscheiden sich sinnstiftende Arbeitgeber*innen auch in ganz praktischen Punkten. In vielen Organisationen gelten klar geregelte Arbeitszeiten, häufig auf Basis einer 40-Stunden-Woche. Überstunden sind transparenter geregelt, Arbeitszeitmodelle nachvollziehbar und langfristig planbar.
Hinzu kommen verlässliche Rahmenbedingungen für die Work-Life-Balance. Teilzeitmodelle oder Homeoffice-Regelungen sind in vielen Bereichen etabliert und nicht von kurzfristigen Projektphasen abhängig. Ferienregelungen, bezahlte Abwesenheiten und Sozialleistungen folgen klaren Vorgaben und bieten Orientierung.
Auch Weiterbildungen und interne Entwicklungsmöglichkeiten sind oft strukturiert verankert. Anstellungen sind in Lohn- und Funktionssysteme eingebettet, Karriereschritte klar definiert und fachliche Vertiefung ausdrücklich vorgesehen. Für viele Arbeitnehmende entsteht dadurch ein Arbeitsumfeld, das sowohl flexibel ist als auch verlässlich funktioniert.
Orientierung statt Prognosen
In einer Phase, in der viele Branchen schwer planbar sind, gewinnt die Übersicht an Bedeutung. Für Stellensuchende geht es weniger um Zukunftsprognosen als um eine realistische Einschätzung der aktuellen Lage: Welche Organisationen stellen weiterhin ein? In welchen Bereichen bleibt die Nachfrage bestehen? Und wo lassen sich Wechsel auch mittel- bis langfristig planen?
Genau hier wird eine gezielte Bündelung von Stellenangeboten relevant. Plattformen, die sich auf den öffentlichen und sinnstiftenden Arbeitsmarkt konzentrieren, machen sichtbar, wo Jobs unabhängig von kurzfristigen Wirtschaftsschwankungen bestehen bleiben.
Auf publicjobs.ch sind offene Stellen von Gemeinden, Städten, Kantonen, Bildungs- und Gesundheitsinstitutionen sowie weiteren sinnstiftenden Organisationen aus der Deutschschweiz gebündelt. Für Stellensuchende entsteht so ein klarer Überblick über Arbeitsplätze, die strukturell gefragt sind - auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten.
Fazit: Stabilität ist kein Zufall
Die aktuellen Kündigungswellen zeigen deutlich: Der Arbeitsmarkt reagiert nicht überall gleich. Während Teile der Privatwirtschaft stark unter Druck stehen, bleiben Jobs dort stabil, wo gesellschaftliche Aufgaben langfristig bestehen. Für Arbeitnehmende wird die Wahl des Umfelds damit zu einem zentralen Faktor.
Wer heute nach Sicherheit sucht, findet sie nicht in Versprechen, sondern in Strukturen. Und genau diese Strukturen lassen sich erkennen – wenn man weiss, wo man hinschauen muss.



